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Stöckchen werfen. Bellen. Beißen? Die wollen doch nur bloggen!

Mit langem Lamentieren über den plötzlichen Druck, den so ein geworfenes Stöckchen auslöst, will ich mich gar nicht aufhalten. Einfach parieren fiele mir natürlich schwer. Aber man fühlt man sich ja ungewohnt ernst und wichtig genommen, wenn man mal mit Fragen beworfen wird. Danke also, liebe #Tinowa. Und los:

1. Wie organisierst Du Dein Schreiben im Blog?

Das Wunderbare am Bloggen ist, dass ich damit relativ spontan und kurzfristig den Themen nachgehen kann, die gerade auf meiner Agenda stehen, die mich umtreiben, die ich spannend finde. Das Blog gibt mir den Anlass, bei einer Frage zu bleiben, sie für mich zu strukturieren. Eben zu erforschen im Sinne von Entdecken, Abwägen, Suchen – und manchmal auch Finden. In Anlehnung an Kleist könnte man sagen, es geht um die „Verfertigung der Gedanken beim Bloggen.“

2. Gibt es digitale Tools, die Dir bei Deiner Arbeit essentiell weiterhelfen? Welche?

Für mich ist ja Prezi mehr als ein Programm. Die Möglichkeit, die verschiedene Bestandteile eines Themas auf einer Fläche anzuordnen, hin- und herzuschieben finde ich großartig. Diese im Birkenbihlschen Sinne gehirngerechte Darstellung ist für mich eine großartige Hilfe.

Für meine Arbeitsorganisation und mein Info-Management ist der Feed Reader Feedly für mich perfekt. Und – natürlich – Twitter.

Bei der Literaturverwaltung bin ich noch auf der Suche. Hab’ es mit Papers versucht, bin aber noch nicht warm damit geworden – Empfehlungen willkommen!

3. Wie kann man sich Deinen typischen Arbeitsplatz/Schreibtisch vorstellen?

Ich bin in Bewegung. Einen 8-Stunden-Tag am Schreibtisch kann ich mir nicht als einen produktiven Tag vorstellen. Bürotisch, Küchentisch, Sofa, Laptop auf dem Regal, Boden, so eben:

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4. Mach ein Foto von Deiner aktuellen Lektüre!

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5. Hast Du ein Lieblingszitat? Welches?

„But from time to time it is probably necessary to detach one’s self from the technicalities of the argument and to ask quite naively what it is all about.“

(Friedrich A. Hayek. 2009. Individualism and Economic Order, 56)

6. Machst Du mit Deinem Handy Fotos oder Videos? Wenn ja, was zeigen diese zumeist?

Aha, jetzt kommt’ s raus: #TiNowa will eigentlich nur forschen und versucht über den Fragebogen heimlich Datenmaterial zu generieren…na gut: Für mich ist die Kamerafunktion des Handys wie ein Tagebuch, ich knipse ständig. Fotos und (manchmal) Videos zeigen zu 85% meine lieben Kleinen. Und ansonsten alles Schöne, Skurrile, Überraschende, Bemerkenswerte, das mir über den Weg läuft. Und manchmal alles davon in einem Bild:

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7. Auf welches Kommunikationsmedium könntest Du am wenigsten verzichten?

Internet, na logo. Mail, Blog, Twitter. Da ist halt alles drin, was man an medial vermittelter Kommunikation braucht.

8. Gib uns einen Tipp, welche Veranstaltung man 2014 auf keinen Fall verpassen sollte!

Also bei aller Liebe zur Wissenschaft – auf keinen Fall verpassen sollte man in diesem Jahr die Fußball-WM.

9. Wenn Du für ein Projekt Deiner Wahl drei Jahre frei gestellt und voll finanziert wärst, was würdest Du machen?

Das ist jetzt die „Wovon träumst du“-Frage – und ja, ich habe einen Traum: Die Vermessung der Kita Welt. Das „Große Kita-Projekt.“ Wie sieht es aus in Kindertageseinrichtungen? Wie ist der Tagesablauf? Wie sehen die Räume aus? Wie wird dokumentiert? Wie läuft die Zusammenarbeit? Welche Partizipationsmöglichkeiten gibt es für Kinder, Mitarbeiter*innen und Eltern? Ja, also das mal ganz systematisch und mit großer Fallzahl zu erheben, vielleicht sogar im internationalen Vergleich…und nicht normativ bewertend, sondern schön strukturiert beschreibend. Seufz, schön wäre das!

10.  Was wärst Du gerne von mir gefragt worden? Beantworten darfst Du diese Frage gleich mit.

Den Klassiker unter den Frageboben-Fragen: Was würdest du gerne ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Bei der Beantwortung dieser Frage geht es ja ums Auswählen. Ich versuche es mal: Ich würde direkt ändern, dass die Betreuer*in-Kind Relation in Kitas („Betreuungsschlüssel“) so niedrig ist, ändern, dass Kinder immer noch viel zu oft verstanden werden als Maschinen, die man mit irgendetwas füttert, damit etwas Bestimmtes „herauskommt“, ändern, dass an Hochschulen die Lehre noch immer viel weniger wichtig ist als alles andere. Ach so, und dass Tage nur 24 Stunden haben, daran könnte meiner Meinung nach auch noch was gemacht werden.