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Apps für (kleine) Kinder – eine (kleine) Typologie

  • Es gibt zahlreiche Apps für Kinder
  • Sie lassen sich in 5 Typen unterscheiden
  • Nachteile: Werbung, In-App-Käufe und irreführende Produktbeschreibungen
  • Vorteile: preiswert, unterhaltsam, oft hochwertige Gestaltung, bildungsfördernd

Dass Smartphone und Tablet auch in der Lebenswelt von Kindern im Kita-Alter eine Rolle spielen, ist für regelmäßige Leser*innen meines Blogs ja kein neuer Gedanke. Doch was genau stellen Kinder mit den Devices an? Die Zeitschrift „klein & groß“ bat mich, in einem Beitrag zum Themenheft „Spielen“ die digitale Seite des Themas einzubringen. Herausgekommen ist dabei eine Bestandsaufnahme, welche Arten von Apps es aktuell für junge Kinder gibt. Grundsätzlich lassen sich 5 Typen unterscheiden:

App-Typen

Die „Welt der Apps (ist) eine Welt der Risiken und Chancen“ schreibt Friedrich Krotz (2014). Manche Apps sind echte Mogelpackungen, weil sie nicht halten, was die Spielbeschreibung verspricht. Ein echtes Problem ist auch die Durchdringung vieler Apps mit Konsumangeboten, die gerade für Kinder nicht leicht zu durchschauen sind. So sind gerate Gratis-Apps oft voller Werbung (die sich oft gar nicht mal an Kinder richtet). Ein weiterer hinterlistiger Konsum-Verführer sind In-App-Käufe (Zusatzfunktionen, die man innerhalb der App hinzukaufen kann). Trotz dieser Probleme bieten Apps jedoch auch viele Chancen: Insbesondere das große Vergnügen, dass sie Kindern bereiten können, ist ein starkes Argument – denn Spielen gehört zur Kindheit und zu einem gesunden Aufwachsen einfach dazu. Und für alle, die mit solchen (nur scheinbar!) zweckfreien Formen des Zeitvertreibes nichts anfangen können: Sehr viele Apps sind sehr hochwertig gestaltet, kosten wenig und bieten nicht nur Unterhaltung sondern haben auch einen Bildungsaspekt.

Viele schöne Beispiele und Besprechungen finden sich übrigens auf der Website von Johanna Rosenberg unter http://www.besonderekinderapps.de.

Eine weitere Orientierung bietet die unter der Leitung von Christiane Feil vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) aufgebaute Datenbank mit Apps für Kinder: http://www.dji.de/index.php?id=43348

Der gesamte Artikel ist erschienen unter.

Knauf, Helen (2015): Spielen mit der App. Digitale Spielkultur für Kinder, in: klein & groß 6, S. 18-21.

Literatur

Krotz, F. (2014). Apps und die Mediatisierung der Wirklichkeit. Medien und Erziehung, (3), 10–16.