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	<title>Helen Knauf</title>
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		<title>MOOC-Fellowship-Bewerbung &#8220;Auf den Anfang kommt es an: Qualität in der Frühpädagogik&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 01 May 2013 12:14:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Weiterentwicklung von Qualität und Akademisierung in der Frühpädagogik ist eine umfangreiche Aufgabe. Bei 50.000 Kitas in Deutschland ein langwieriger Prozess. Ein MOOC (Massive Open Online Course), ein für alle Interessierten offenes Bildungsangebot im Internet kommt da wie gerufen. Stifterverband und iversity schreiben aktuell 10 Fellowships aus, die die Produktion von MOOCs unterstützen sollen. Unter [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Weiterentwicklung von Qualität und Akademisierung in der Frühpädagogik ist eine umfangreiche Aufgabe. Bei 50.000 Kitas in Deutschland ein langwieriger Prozess. Ein MOOC (Massive Open Online Course), ein für alle Interessierten offenes Bildungsangebot im Internet kommt da wie gerufen. Stifterverband und iversity schreiben aktuell 10 Fellowships aus, die die Produktion von MOOCs unterstützen sollen. Unter dem Titel &#8220;Auf den Anfang kommt es an: Qualität in der Frühpädagogik&#8221; bewerbe ich mich um eines davon:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/-tb2mgCXmzY" height="315" width="560" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Es gibt über 200 Bewerbungen! Teil des Auswahlverfahrens ist ein Online-Voting. Deswegen hier die herzliche Einladung <a title="zur Abstimmung!" href="https://moocfellowship.org/submissions/qualitat-in-der-fruhpadagogik-auf-den-anfang-kommt-es-an">zur Abstimmung!</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Immer weniger „Normale“: Wie Messen und Testen dazu führt, dass es immer mehr Kranke gibt</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 08:10:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie in anderen Feldern von Bildung und Sozialem gibt es auch in der Frühpädagogik immer mehr Instrumente, um die Wirklichkeit zu messen und zu testen: Der Entwicklungsstand von Kindern, die Qualität einer Einrichtung oder die Wirksamkeit eines Programms werden geprüft und evaluiert. Diese Entwicklung ist wichtig und trägt zu einer Professionalisierung der Arbeit von Pädagoginnen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie in anderen Feldern von Bildung und Sozialem gibt es auch in der Frühpädagogik immer mehr Instrumente, um die Wirklichkeit zu messen und zu testen: Der Entwicklungsstand von Kindern, die Qualität einer Einrichtung oder die Wirksamkeit eines Programms werden geprüft und evaluiert. Diese Entwicklung ist wichtig und trägt zu einer Professionalisierung der Arbeit von Pädagoginnen und Pädagogen maßgeblich bei. Durch das systematische Erfassen der Entwicklung von Kindern kann eine optimale Förderung gewährleistet werden, durch die Anwendung von Qualitätsindikatoren eine hochwertige pädagogische Arbeit sichergestellt durch die Evaluation pädagogischer Programme kann fundiert entschieden werden, wo zukünftig investiert wird und wo eher nicht.</p>
<p>Doch die zunehmende Messung und „Messbarmachung“ hat auch unerwünschte Nebenwirkungen. Eine wichtige Nebenwirkung beschreibt der amerikanische Psychiater Allen Frances (2013) in seinem Buch „Normal. Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen.“ Frances zeigt zunächst die Schwierigkeiten auf, Normalität und Gesundheit eindeutig zu definieren. Diese Unschärfe ermöglicht es, dass der Bereich der Abnormität und Krankheit immer weiter ausgedehnt wird. Der Anteil des Verhaltens und der Anzeichen, die als Symptome für eine Krankheit gelten, wird immer breiter. Frances führt weiter aus, dass es „Modediagnosen“ gibt, wie etwa bei Kindern Autismus und ADHS: „Unsere Welt vereinheitlicht sich und unsere Toleranz gegenüber individuellem Anderssein, gegenüber Exzentrizität nimmt ab; immer mehr neigen wir dazu, jede Abweichung von einer gefühlten Norm zu pathologisieren: Der Jüngste in der Klasse ist nicht deshalb der körperlich Aktivste, weil er einfach noch jung ist, sondern er leidet zweifellos unter ADHS und muss ein Medikament einnehmen.“ (a.a.O.: 132).</p>
<p>Frances nennt verschiedene Ursachen für diese diagnostische Inflation, wie etwa die Interessen der Pharmaindustrie, die an möglichst vielen Patienten mit möglichst hohem Bedarf an Medikamenten interessiert sei. Eine weitere Ursache – und hier schließt sich der Kreis zu dem Bedarf nach Testung und Messung &#8211; beschreibt Frances die Entwicklung von detaillierten Kriterienkatalogen zur Bestimmung von psychischen Störungen, wie etwa die verschiedenen Fassungen des DSM (Diagnostic and Statistic Manual of Mental Disorders). Hier liegt die Analogie zu den zahlreichen Entwicklungstabellen und Beobachtungsbögen für Kinder auf der Hand: Die differenzierte Beschreibung von Entwicklungsständen, die durch die verschiedenen Instrumente unterstützt wird, führt mitunter genau zu der von Frances beschriebenen Pathologisierung.</p>
<p>Kindertageseinrichtungen, Eltern und nicht zuletzt diejenigen, die Fördermaßnahmen finanzieren (Kommunen, Krankenkassen etc.) fordern standardisierte und objektive Hinweise darauf, was ein Kind in welchem Alter können sollte. Dies scheint im Sinne der Kinder zu sein, denn eine handfeste Diagnose ermöglicht es oft erst, Frühförderung, Logopädie, Integrationshilfe und andere Therapien zu erwirken und einzusetzen. Und natürlich sind standardisierte Beobachtungstabellen nützliche Instrumente, um herauszufinden, wo ein Kind steht und welchen Unterstützungsbedarf es hat. Vielleicht sind sie jedoch auch in Frances’ Sinne eine Art Steilvorlage für die Definition eines zunächst einfach nur anderen Verhaltens als Krankheit. Möglicherweise wird dadurch die Grenze zwischen normal und abnormal weiter verschoben und der Bereich dessen, was als „normal“ wahrgenommen wird, wird weiter begrenzt.</p>
<p>Frances, Allen (2013): Normal. Gegen die Inflation der psychiatrischen Diagnosen, Köln.</p>
<p>Nachtrag zum Thema im Mai 2013: Unter dem Titel <a title="&quot;Heute noch normal, morgen schon verrückt&quot;" href="http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2013-05/dsm-5-bibel-der-psychatrie">&#8220;Heute noch normal, morgen schon verrückt&#8221;</a> findet sich in ZEIT-Inline ein Artikel zum DSM-5.</p>
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		<title>Medienkindheit: Zwischen Verfallspanorama und Entwicklungsperspektive</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 19:26:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frühpädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpädagogik]]></category>

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		<description><![CDATA[In dieser Woche bin ich mit meinem Blog-Beitrag zu Gast auf &#8220;Soziale Medienbildung&#8221;, der virtuellen Heimat der Medienpädagogik am Fachbereich Sozialwesen und der Weiterbildung meiner Hochschule. Mein Beitrag befasst sich mit der widersprüchlichen Wahrnehmung von Mediennutzung in der Kindheit: Immer wieder wird nahezu dramatisch auf den mit Medien verbundenen gesellschaftlichen Verfall verwiesen. Müssen PädagogInnen Kinder [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Woche bin ich mit meinem <a title="Blog-Beitrag" href="http://medienbildung.hypotheses.org/2442">Blog-Beitrag</a> zu Gast auf &#8220;Soziale Medienbildung&#8221;, der virtuellen Heimat der Medienpädagogik am Fachbereich Sozialwesen und der Weiterbildung meiner Hochschule. Mein Beitrag befasst sich mit der widersprüchlichen Wahrnehmung von Mediennutzung in der Kindheit: Immer wieder wird nahezu dramatisch auf den mit Medien verbundenen gesellschaftlichen Verfall verwiesen. Müssen PädagogInnen Kinder nicht vor der Bedrohung durch Medienwelten bewahren? Doch andererseits bieten Medien auch große Potenziale für die Entwicklung von Kindern. Welche dies sind, lesen Sie <a title="hier" href="http://medienbildung.hypotheses.org/2442">hier</a>.</p>
<p><a href="http://www.helen-knauf.de/wp-content/uploads/2013/04/IMG_1062.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-429" alt="IMG_1062" src="http://www.helen-knauf.de/wp-content/uploads/2013/04/IMG_1062-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>Unglückliche Kinder? Die neue UNICEF Kinderstudie</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 07:46:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheitsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Situation von Kindern und Jugendlichen war in der vergangenen Woche ein wichtiges Thema in den Medien. Dank der neuen UNICEF-Studie zur Lage der Kinder, befassten sich zahlreiche Beiträge mit der Perspektive von Kindern und der Frage, wie man diese verbessern könne. Für alle, die sich tagtäglich mit den Rahmenbedingungen des Aufwachsens von Kindern befassen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Situation von Kindern und Jugendlichen war in der vergangenen Woche ein wichtiges Thema in den Medien. Dank der neuen UNICEF-Studie zur Lage der Kinder, befassten sich zahlreiche Beiträge mit der Perspektive von Kindern und der Frage, wie man diese verbessern könne. Für alle, die sich tagtäglich mit den Rahmenbedingungen des Aufwachsens von Kindern befassen eine positive Entwicklung. Eigentlich. Denn die Argumentation, die die Berichterstattung nahm, gibt zu denken.<span id="more-417"></span> So titelte die <a title="BILD" href="http://www.bild.de/ratgeber/kind-familie/erziehung/unicef-kinderstudie-zufriedenheit-so-ungluecklich-gluecklich-ist-unser-nachwuchs-29942408.bild.html">BILD</a> Zeitung: „Unsere Kinder werden immer unglücklicher“. Und auch die <a title="ZEIT" href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-04/unicef-deutschland-kinder-lebenssituation">ZEIT</a> schreibt: „Unglücklich trotz besserem Leben.<br />
Der Grund für diese Schlagzeilen: Die UNICEF Studie umfasst zwei Ranglisten. Eine, in der das Die Situation von Kindern anhand äußerer Kriterien (Materielles Wohlbefinden, Gesundheit und Sicherheit, Bildung, Verhalten und Risiken, Wohnen und Umwelt) im internationalen Vergleich bewertet wird. Hier liegt Deutschland auf dem 6. Platz. In einer zweiten Rangliste wurden die Kinder selbst gebeten, ihre Lebenssituation zu bewerten. Dabei liegt Deutschland lediglich auf dem 22. Platz (von insgesamt 29). Aus diesem Ergebnis zieht der Familienforscher Hans Bertram folgenden <a title="Schluss" href="http://www.unicef.de/projekte/themen/kinderrechte/kinder-in-industrielaendern/unicef-bericht-2013/">Schluss</a>: „Die deutschen Mädchen und Jungen stellen damit sich und ihrer Umgebung ein erschreckendes Zeugnis aus, das uns nachdenklich machen muss.“<br />
Nun kann man durchaus irritiert darüber sein, dass Kinder und Jugendliche in so krisengebeutelten Ländern wie Island (Platz 2) Spanien (Platz 3) und Griechenland (Platz 5) offenbar zufriedener sind (wenngleich die Unterschiede im Übrigen eher marginal sind) als die Heranwachsenden im wohlhabenden Deutschland. Ich habe mich gefragt, ob dieses Phänomen auf Kinder beschränkt ist. Ein Blick in den <a title="OECD-Zufriedenheitsindex" href="http://www.keepeek.com/Digital-Asset-Management/oecd/economics/how-s-life/subjective-well-being_9789264121164-14-en">OECD- Zufriedenheitsindex</a> „How’s Life? Measuring Well-Being“ aus dem Jahr 2011 kommt zu ganz ähnlichen Ergebnissen: Bei der subjektiven Zufriedenheit liegt Deutschland knapp unter dem OECD-Durchschnitt (S. 270).</p>
<p><a href="http://www.helen-knauf.de/wp-content/uploads/2013/04/Bild.jpg"><img class="size-medium wp-image-425 alignleft" alt="Bild" src="http://www.helen-knauf.de/wp-content/uploads/2013/04/Bild-300x127.jpg" width="300" height="127" /></a></p>
<p>Dieses Ergebnis macht deutlich: Der Zusammenhang zwischen materiellem Wohlstand und subjektiver Zufriedenheit ist nur bedingt. Dieses Phänomen drückt sich im so genannten <a title="Easterlin-Paradox" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Easterlin-Paradox">Easterlin-Paradox</a> aus: In den Industrienationen korrelieren Wohlstand und Zufriedenheit nur bedingt. Hierfür gibt es verschiedene Erklärungen: Eine könnte die Bedeutung des relativen Wohlstands sein, also die Abhängigkeit der subjektiven Zufriedenheit vom Vergleich mit dem direkten Umfeld (OECD 2011: 270). Eine andere Erklärung bezieht sich darauf, dass bei einem relativ hohen Wohlstands-Niveau Unterschiede nicht mehr so stark ins Gewicht fallen (a.a.O: 271).<br />
Wenn es das Ziel von UNICEF ist, Aufmerksamkeit für Kinder und Jugendliche zu schaffen, ist dies gelungen. Die Interpretationen der UNICEF-Studie sollten jedoch um der Redlichkeit willen etwas moderater ausfallen. Was bleibt, ist, dass immerhin 85 % der Kinder in Deutschland mit ihrem Leben zufrieden sind. Ein „Oh je, unsere armen Kinder!“ lässt sich daraus nicht ableiten. Die <a title="Forderungen" href="http://www.unicef.de/projekte/themen/kinderrechte/kinder-in-industrielaendern/unicef-bericht-2013/">Forderungen</a> der UNICEF („Kampf gegen Kinderarmut gezielt verstärken“, „Kindergesundheit fördern“, „Kinder du ihre Rechte stärken“) werden dadurch jedoch nicht weniger wichtig.</p>
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		<title>Heute schon visualisiert?!</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2013 13:11:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftliches Arbeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin ein großer Fan von Visualisierungen. Sie können Texte auf den Punkt bringen, auflockern, sinnvoll ergänzen. Gerade bei komplizierten Zusammenhängen kann eine gut gemachte Visualisierung dabei helfen, Strukturen besser zu durchschauen. Und auch für die Auseinandersetzung mit Themen, das Lesen von Literatur und das Erstellen von Texten – [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin ein großer Fan von Visualisierungen. Sie können Texte auf den Punkt bringen, auflockern, sinnvoll ergänzen. Gerade bei komplizierten Zusammenhängen kann eine gut gemachte Visualisierung dabei helfen, Strukturen besser zu durchschauen. Und auch für die Auseinandersetzung mit Themen, das Lesen von Literatur und das Erstellen von Texten – also für das wissenschaftliche Arbeiten insgesamt – sind Visualisierungen eine gute Hilfe. Hilfreich für den Einstieg sind verschiedene Techniken, bei denen man ein bestimmtes Modell umsetzt, wie etwa die <a title="Mind Map" href="http://www.helen-knauf.de/?page_id=154">Mind Map</a> und die <a title="Concept Map" href="http://www.helen-knauf.de/?page_id=154">Concept Map</a>. Diese wortorientierten Verfahren verlangen für ihr Gelingen auch keine großartigen künstlerischen Fähigkeiten und ihr Prinzip ist leicht verständlich.</p>
<p>Eine Hürde für die Visualisierung ist die dazu notwendige Vereinfachung. <span id="more-402"></span>Gerade im wissenschaftlichen Kontext tut man sich schwer damit. In einem meiner Seminare schlagen sich die Studierenden gerade mit Concept Maps herum und eine Studentin klagte vergangene Woche, dass doch die ganzen Details verloren gingen, die zum Verständnis unerlässlich sind. Und ich denke, gerade im Weglassen von Details besteht die große Chance von Visualisierungen. In Sachen Vereinfachung bietet die Concept Map noch vergleichsweise viele Möglichkeiten, Nuancen und Zusammenhänge differenziert darzustellen. Ein neues Buch treibt die Reduktion auf die Spitze:</p>
<p>Zwei aktuelle, eher satirisch angelegte Veröffentlichungen geben in Sachen Visualisierung neue Impulse: Der „Atlas der Vorurteile“ des Grafikers <a title="Yanko Tsvetko" href="http://alphadesigner.com">Yanko Tsvetko</a>  greift den Gedanken der Landkarten (=Maps) auf: In Welt- und Europakarten ersetzt er Ländernamen durch Vorurteile. So ersetzt er Schweden aus deutscher Sicht durch „IKEA“, Italien „Pizza und Museen“ und die Türkei wird zum „Arbeitskräftenachschub.“ Die Darstellung bringt mich nicht nur zum Schmunzeln (schließlich fühle ich mich an der ein oder anderen Stelle schon ertappt), sondern verdeutlicht eben auch einerseits das starke menschliche Bedürfnis, die Welt weniger komplex zu machen und andererseits die Gefahren , die in einer zu starken Vereinfachung stecken – nämlich Trivialisierung und Denken in Klischees.</p>
<p>Mit anderen grafischen Mitteln bringen auch <a title="Matteo Civaschi und Gianmarco Milesi" href="http://www.h-57.com">Matteo Civaschi und Gianmarco Milesi</a> im „Besten Buch ohne Worte&#8221; (Untertitel) zum Ausdruck: In „Das Leben in 5 Sekunden. 200 Biographien von Gott bis Pipi Langstrumpf“ kommen die Autoren mit wenigen Icons und vielen Pfeilen aus, um die Welt zu erklären. Dabei heraus kommen bestechend klare Darstellungen, die stets eine Pointe haben&#8230;</p>
<p><a style="color: #0f3647;" href="http://www.helen-knauf.de/wp-content/uploads/2013/04/Bildschirmfoto-2013-03-30-um-11.18.10.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-403" alt="Bildschirmfoto 2013-03-30 um 11.18.10" src="http://www.helen-knauf.de/wp-content/uploads/2013/04/Bildschirmfoto-2013-03-30-um-11.18.10-300x176.png" width="300" height="176" /></a></p>
<p>Wie bei „Der Herr der Ringe“ (S. 85/85). Ok, das war nun sehr vereinfachend. Es geht auch komplexer:</p>
<p><a href="http://www.helen-knauf.de/wp-content/uploads/2013/04/Bildschirmfoto-2013-03-30-um-11.20.57.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-404" alt="Bildschirmfoto 2013-03-30 um 11.20.57" src="http://www.helen-knauf.de/wp-content/uploads/2013/04/Bildschirmfoto-2013-03-30-um-11.20.57-300x174.png" width="300" height="174" /></a></p>
<p>Klonschaf Dolly (S. 72/73)</p>
<p>Ob diese Visualisierungen für wissenschaftliche Zwecke taugen? Ich weiß es nicht. Aber in jedem Falle sind sie eine schöne Inspiration für mehr Klarheit und Übersichtlichkeit. Es muss ja nicht gleich die „Sozialisationstheorie in 5 Sekunden“ sein, aber ein bisschen mehr Mut zur Reduktion schadet sich auch in wissenschaftlichen Publikationen nicht.</p>
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		<title>Minecraft und andere Lebenselixiere</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 19:07:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpädagogik]]></category>

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		<description><![CDATA[Kinder und Medien sind ein „heißes Eisen.“ Erst zuletzt in einer Diskussion mit Studierenden über die Frage, was eine gute Kindheit ausmacht, werden die Bildschirmmedien als Bedrohung eines entwicklungsförderlichen, glücklichen und  gelingenden Aufwachsens gesehen.  Und nicht nur unter PädagogInnen weckt der Mediengebrauch von Kindern und Jugendlichen kritische Stimmen, die oft nahezu alarmistisch klingen (siehe dazu [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder und Medien sind ein „heißes Eisen.“ Erst zuletzt in einer Diskussion mit Studierenden über die Frage, was eine gute Kindheit ausmacht, werden die Bildschirmmedien als Bedrohung eines entwicklungsförderlichen, glücklichen und  gelingenden Aufwachsens gesehen.  Und nicht nur unter PädagogInnen weckt der Mediengebrauch von Kindern und Jugendlichen kritische Stimmen, die oft nahezu alarmistisch klingen (siehe dazu etwa „Digitale Demenz“ des Hirnforschers Manfred Spitzer).</p>
<p>Eine neue Perspektive auf das Thema bietet der Kulturwissenschaftler Robert Pfaller: Im gleichnamigen Buch beschreibt er die Bedeutung „Zweiter Welten“. <span id="more-375"></span>Dies sind für ihn Fantasien, Ideengebäude, Träume, auch die Kunst. Ihre Entsprechung sind die – wie könnte es anders sein – ersten Welten, also das, was wir als unser reales Leben, unsere Lebenswirklichkeit, unsere Biographie beschreiben. Für Pfaller wird unser erstes Leben erst dadurch möglich, dass wir die Dinge, die darin keinen Platz haben, in die zweiten Welten verschieben können, die erste Welt funktioniere nur, weil es eine zweite gäbe. Wer hier auch psychologische Hintergründe vermutet, liegt vollkommen richtig. Tatsächlich argumentiert Pfaller auch mit Freud und dem von ihm entworfenen Konzept von Übertragung und Gegenübertragung. Entsprechend dienen die zweiten Welten als Objekt der Übertragung von in der ersten Welt unangemessenen und dysfunktionalen Wünschen und Verhaltensweisen: „Nur ein geträumtes Leben, das sich vom gelebten unterscheidet, ist in der Lage, uns in diesem verharren zu lassen.“ (S.16)</p>
<p>Bezogen auf die Nutzung von Medienangeboten mit fragwürdigem, problematischen Inhalt, eröffnet dies noch einmal einen neuen Blick: Sind doch die in manchen Computerspielen und Filmen angebotenen Rollen möglicherweise auch eine zweite Welt, in der aggressives, albernes oder abwertendes Verhalten „erlaubt“ ist. Pfaller entwickelt daraus eine „methodische Regel der Kulturanalyse“: „Wenn wir begreifen und wirksam intervenieren wollen, dann dürfen wir nicht einfach  nur reflexartig ‚Pfui!’ und ‚Polizei!’ rufen, wenn irgendwo etwas auftaucht, das uns nicht gefällt. Vielmehr müssen wir zuerst untersuchen, zu welcher Welt dieses Ungute gehört und in welchem Verhältnis diese Welt zu jener steht, die uns interessiert. Produziert das Unschöne dort notwendig auch das Üble hier, in der für uns relevanten Welt? Oder kann es, gerade indem es in der zweiten Welt auftaucht, verhindern, dass es in der ersten Welt zur Wirkung gelangt?“ (S. 27).</p>
<p><em>Literatur:</em></p>
<p><em>Pfaller, Robert (2012): Zweite Welten und andere Lebenselixiere, Frankfurt/Main.</em></p>
<p><em>Spitzer, Manfred (2012): Digitale Demenz. Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen, München.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Macht der Sprache</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Mar 2013 11:13:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Heterogenität]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die Macht der Sprache ist bereits viel gedacht und gesagt worden. Als ich in den 1990er Jahren studierte (ja, auch Linguistik&#8230;) war Luise F. Pusch die Meisterin für uns Studentinnen. Ihre feministische Sprachkritik, transportiert mit bestechender Klarheit und stets pointiert, faszinierte mich und meine Kommilitoninnen. Nun bin ich im Netz voller Entzücken auf ihren [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Macht der Sprache ist bereits viel gedacht und gesagt worden. Als ich in den 1990er Jahren studierte (ja, auch Linguistik&#8230;) war Luise F. Pusch die Meisterin für uns Studentinnen. Ihre feministische Sprachkritik, transportiert mit bestechender Klarheit und stets pointiert, faszinierte mich und meine Kommilitoninnen. Nun bin ich im Netz voller Entzücken auf ihren <a title="Blog" href="http://www.luisepusch.de/aktuell.php">Blog</a> gestoßen und sie ist lesenswert wie eh und je.</p>
<p><a href="http://www.helen-knauf.de/wp-content/uploads/2013/03/Foto.jpeg"><img class="alignnone size-medium wp-image-371" alt="Behindertenberatung" src="http://www.helen-knauf.de/wp-content/uploads/2013/03/Foto-300x225.jpeg" width="300" height="225" /></a></p>
<p><span id="more-366"></span>Für die Sichtbarkeit von Frauen in der deutschen Sprache (die sie 1984 als „<a title="Männersprache" href="http://books.google.de/books?id=bAAqAAAAYAAJ&amp;q=luise+f.+pusch&amp;dq=luise+f.+pusch&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ei=tA9HUbyWHoOitAbyhYC4Cg&amp;ved=0CDwQ6AEwAg">Männersprache</a>“ entlarvte) hat sich jedoch seitdem vieles verändert. Bürgerinnen, Leserinnen und Kundinnen begegnen uns allerorten gleichberechtigt neben Bürgern, Lesern und Kunden. In vielen anderen Bereichen geht es jedoch gar nicht so sehr um Sichtbarmachung, sondern um eine respektvolle Sprache. Der dringende Wunsch nach einer angemessenen Sprache lässt KollegInnen und Studierende gerade im pädagogischen und sozialen Bereich ins sprachliche Trudeln kommen. Eine sehr hilfreiche <a title="Zusammenfassung" href="http://www.uibk.ac.at/gleichbehandlung/sprache/leitfaden_nicht_diskr_sprachgebrauch.pdf">Zusammenfassung</a> von Problemen und Lösungen sprachlicher Diskriminierung gibt das österreichische Wirtschaftsministerium (!). Empfohlen wird etwa nicht von „Behinderten“ zu sprechen, sondern von „Menschen mit Behinderung“, schließlich sei die Behinderung ja nicht das einzige und erste Identitätsmerkmal, ebenso sei es unangemessen von „Schwarzafrikanern“ zu sprechen, wir würden ja auch nicht „Weißeuropäer“ benennen.</p>
<p>Ich finde, es lohnt sich, die eingefahrenen sprachlichen Bahnen bewusst zu machen und zu verlassen, wenn sie sich als unangemessen, beleidigend oder abwertend herausstellen. In diesem Sinne war die Debatte über diskriminierende Sprache in Kinderbüchern (z. B. von Ottfried Preußler oder Astrid Lindgren) hilfreich, weil Sie uns erneut auf die Macht der Worte gestoßen hat (zur Debatte der lesenswerte ZEIT-Artikel „<a title="Die kleine Hexen-Jagd" href="http://www.zeit.de/2013/04/Kinderbuch-Sprache-Politisch-Korrekt">Die kleine Hexen-Jagd</a>“. Dass aus dem N.-könig der Südseekönig wurde tut der literarischen Qualität Pippi Langstrumpfs nämlich keinen Abbruch (im Gegensatz zu dem N-Wort, das z. B. in den Erzählungen von Mark Twain verwendet wurde und dort auch weiterhin für das Verständnis der Handlung bleibt).</p>
<p>Nicht immer mag eine Korrektur unseres Sprach- und Sprechverhaltens angemessen sein, die Gründe für das Verharren in eine diskriminierenden Sprache sind vielschichtig. Was<a title="Luise Pusch" href="http://http://www.luisepusch.de/sprache.php"> Luise Pusch</a> für die geschlechtergerechte Sprache feststellt, trifft auch auf andere Bereiche sprachlicher Diskriminierung zu: „Andererseits sind wir alle träge. Überdies gehört unsere Sprechweise zu unserem Intimbereich, in den wir uns nur sehr ungern hineinreden lassen. Geschlechtergerechte Sprache (ich nenne sie ja lieber nur „gerechte Sprache“) bedarf der Einübung und der Bewußtheit. Und wir sprechen lieber und besser, wenn wir uns der Sprache beim Sprechen nicht bewußt sind. Es gibt also ein paar ganz natürliche Bremsen gegen den Sprachfortschritt.“</p>
<p>Das erklärt sicher auch die in Büchern, Hausarbeiten, Broschüren so beliebte Fußnote „Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.“ Schade nur, dass in genau diesen Texten dann ansonsten die Lesbarkeit oft gar nicht so wichtig genommen wird&#8230;</p>
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		<title>Qualitätsmanagement zwischen Standardisierung und Individualisierung</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Mar 2013 09:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der massive Ausbau von Kindertagesbetreuung in den letzten Jahren hat auch die Qualitätsentwicklung und -sicherung noch stärker als zuvor in den Blick geholt. Doch wie wird diese Qualität eigentlich festgelegt? Wer bestimmt, was Qualität ist? Gibt es eine objektive, für alle Kindertageseinrichtungen gleichermaßen gültige Qualität? Im Interview macht Tassilo Knauf&#8230; – nicht nur mein Vater, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der massive Ausbau von Kindertagesbetreuung in den letzten Jahren hat auch die Qualitätsentwicklung und -sicherung noch stärker als zuvor in den Blick geholt. Doch wie wird diese Qualität eigentlich festgelegt? Wer bestimmt, was Qualität ist? Gibt es eine objektive, für alle Kindertageseinrichtungen gleichermaßen gültige Qualität?</p>
<p>Im Interview macht Tassilo Knauf&#8230;<span id="more-352"></span> – nicht nur mein Vater, sondern als Erziehungswissenschaftler auch seit Jahren Begleiter von Qualitätsentwicklungsprozessen in Kindertageseinrichtungen – deutlich, dass Qualität Ergebnis eines Wechselspiels ist zwischen normativen Setzungen und der konkreten Situation in jeder Einrichtung. Gelingende und nachhaltige Qualitätsentwicklung sei für ihn einerseits geprägt durch bestimmte unhintergehbare Standards, andererseits durch die in jeder Einrichtung eigenen Rahmenbedingungen und Ressourcen. Er macht deutlich, dass Qualität weniger ein einmal erreichbarer End- und Zielzustand ist, sondern ein stets fortdauernder Prozess, ein kontinuierliches Bemühen um eine angemessene, passende Güte der pädagogischen Arbeit. Mit dieser Perspektive gibt Tassilo Knauf einen wertvollen Impuls für die Entwicklung einer inklusiven Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen.</p>
<p>Hier das Interview:</p>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/xonZO60IvH0?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/xonZO60IvH0?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
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		<title>Practice what you preach: Inklusionsforschung und Hochschule</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Mar 2013 08:48:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knauf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
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		<category><![CDATA[Inklusionsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerausbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die diesjährige Tagung der Inklusionsforscher/-innen fand Ende Februar an der Uni im schönen Leipzig statt.  Im Mittelpunkt stand das Thema „Diversity im  Spiegel von Bildung und Didaktik“.  In den Arbeitsgruppen wurden die verschiedenen Ebenen und Bereiche des Bildungssystems – angefangen bei der „Frühen Bildung“ – beleuchtet. Ich hatte mich für die von Carmen Dorrance und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die diesjährige <a title="IFO Tagung Leipzig" href="http://ifo.erzwiss.uni-leipzig.de">Tagung der Inklusionsforscher/-innen</a> fand Ende Februar an der Uni im schönen Leipzig statt.  Im Mittelpunkt stand das Thema „Diversity im  Spiegel von Bildung und Didaktik“.  In den Arbeitsgruppen wurden die verschiedenen Ebenen und Bereiche des Bildungssystems – angefangen bei der „Frühen Bildung“ – beleuchtet. Ich hatte mich für die von Carmen Dorrance und Clemens Dannenbecker geleitete Arbeitsgruppe „Hochschulentwicklung/Hochschuldidaktik“ entschieden und dort auch selbst einen Beitrag eingebracht.<span id="more-280"></span> Der Schwerpunkt der Beiträge in dieser AG lag auf der Veränderung der Lehrerausbildung. Dadurch stand die Frage im Mittelpunkt, wie Studierende als spätere Lehrkräfte an Schulen die Prinzipien der Inklusion umsetzen können. Damit ging es indirekt eben auch darum, wie Schulen inklusiv(-er) werden können.</p>
<div id="attachment_282" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.helen-knauf.de/wp-content/uploads/2013/03/IMG_0951.jpg"><img class="size-medium wp-image-282" alt="Uni Leipzig" src="http://www.helen-knauf.de/wp-content/uploads/2013/03/IMG_0951-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Uni Leipzig</p></div>
<p>Der Beitrag von Jacqueline Erk und mir fiel da eher aus dem Rahmen: Wir befassen uns damit, ob Inklusion an der Hochschule selbst als Prinzip sinnvoll umgesetzt werden kann und soll. Wir haben dabei – dem Index für Inklusion folgend – skizziert, was inklusive Kulturen, Strukturen und Praxis für Hochschulen bedeuten. Darauf aufbauend haben wir die Frage aufgeworfen, welche Barrieren einer solchen Umsetzung an Hochschulen entgegen stehen. Diese Barrieren bestehen nicht nur in Haltungen und Beharrungsvermögen, sondern auch in grundlegenden Dilemmata, die nicht so leicht aus dem Weg zu räumen sind: Etwa der Anspruch auf Exzellenz und Elitenförderung im Gegensatz zur „Hochschule für alle“.</p>
<p>Mir ist in der Arbeitsgruppe noch einmal sehr deutlich geworden, welch radikales Potenzial im Prinzip der Inklusion als gesellschaftliches Leitbild steckt – ob wir dies nun begrüßen oder nicht. Wenn sich die Frage „Wollen wir das überhaupt?“ wirklich nicht stellt, wie Anke Langner als Feedback zu unserem Beitrag sagte, dann hat das aber auch weitreichende Folgen für unser eigenes Handeln als HochschullehrInnen und ForscherInnen. Andere, also Studierende, für die inklusive Arbeit in Schule und Kindertageseinrichtungen zu qualifizieren ist die eine Sache. Sich mit Inklusion in Bezug  auf die eigene Institution, also die Hochschule, auseinanderzusetzen ist eine andere. Inspiriert vom Songtitel <em>Practice what you preach</em> kann man hier durchaus die Frage stellen, ob Studierende für eine reflektierte Umsetzung von Inklusion nicht auch eigene Erfahrung in inklusiven Kontexten, z.B. im Studium, gemacht haben sollten. Dies eröffnet noch einmal eine neue und differenzierte Sicht auf mit dem Konzept verbundene Probleme und Chancen.</p>
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		<title>Bewertung im Studium II: Worin besteht eigentlich die Leistung?</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Feb 2013 21:02:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knauf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Frage der angemessenen Benotung treibt mich weiter um. Die pädagogische Literatur zum Thema scheint vor allem dem Trend zu folgen, dass der Lernprozess stärker in den Blick genommen wird. Dabei werden die überkommenen Formen der Leistungsbewertung deshalb kritisch gesehen, weil sie vor allem die Prüfungssituation und die hier erbrachte Leistung fokussieren. Felix Winter schreibt in seinem Klassiker über [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Die Frage der angemessenen Benotung treibt mich weiter um. Die pädagogische Literatur zum Thema scheint vor allem dem Trend zu folgen, dass der Lernprozess stärker in den Blick genommen wird. Dabei werden die überkommenen Formen der Leistungsbewertung deshalb kritisch gesehen, weil sie vor allem die Prüfungssituation und die hier erbrachte Leistung fokussieren. <span id="more-244"></span>Felix Winter schreibt in seinem Klassiker über „Leistungsbewertung“ (hier: 5. Auflage von 2012): „Andere Leistungssituationen und entsprechende Inhalte werden dadurch zurückgedrängt oder als weniger wertvoll erachtet, zumindest soweit, als sie keine oder weniger Anerkennung in der  Benotung finden.“ (S. 38). Deswegen empfiehlt er andere Formen der Leistungsbewertung, bei denen der Prozess und außerhalb der Prüfung liegende Leistungskontexte überhaupt erst ermöglicht und dann auch in die Benotung einbezogen werden, wie etwa (natürlich) das Portfolio oder Lerntagebücher.</p>
<p>Bei uns an der Hochschule gibt es derzeit eine rege Diskussion um die Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen. Da der rechtliche Rahmen eine Verpflichtung zum regelmäßigen Erscheinen der Studierenden nicht ermöglicht, werden sie tatsächlich nur von wenigen Lehrenden durchgeführt. Gegen die noch geführten Anwesenheitslisten regt sich von <a href="http://asta.hs-fulda.org/news/hochschulpolitik/836-eigenverantwortung-foerdern-anwesenheitspflichten-ueberwinden">Asta</a> und <a href="http://www.fh-fulda.de/index.php?id=11254">Fachschaftsrat</a> Widerstand. Auch ich bin keine Anhängerin von Anwesenheitsverpflichtungen. Verknüpft man diese Frage jedoch mit der nach der Leistungsbewertung, ergibt sich tatsächlich ein Problem: Prüfungsordnungen und Modulkataloge legen ausdrücklich fest, dass nur die Prüfungsleistung (mündlich oder schriftlich) als Grundlage für die Benotung herangezogen werden darf. Damit entsteht eine erhebliche Hürde für die prozessorientierte Leistungsbewertung: Formal darf also nur die von Winter kritisierte Prüfungssituation zur Leistungsbewertung herangezogen werden.</p>
<p>Ziel sollte es also sein, Formen der Prüfungsleistung zu finden, die den Lernprozess differenziert einbeziehen und einbinden – die Suche geht also weiter!</p>
</div>
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